Das war das Fancamp Salzburg EURO 2008

19. Oktober 2008 | Von El_Mariachi | Kategorie: Top News
Fancamp Salzburg

Fancamp Salzburg

Konzipiert für europäische Fußballfans mit kleinen Brieftaschen bot das Fancamp im Salzburger Messezentrum während der EURO 2008 im Juni ein erschwingliches Quartier. Daran angeschlossen war die Fanhall, in der alle Vorrundenpiele live übertragen werden sollten. 

Leider waren die Erwatungen der Veranstalter überzogen und das Camp war rotz gegenteiliger Medienberichte nicht ausreichend gebucht. Die Fanhall wurde mangels Besuchern bereits nach fünf Tagen geschlossen und wirtschaftlich endete das Fancamp Salzburg mit einer Überschuldng von 48.000 Euro vor dem Konkursrichter.

Geschäftsführer Toni Pichler, ehemaliger Manager des Bundesligavereins Austria Salzburg und Ex-Chef von Frank Stronachs Magna Entertainment, führte als Hauptgrund für das Scheitern die überraschend eingeführten Parkgebühren im Messegelände ins Trefen. Diese hätten sich nicht mit der Idee eines Billigquartiers für die Fußball-Euro vertragen. Weiters war das Wetter während der Spiele in Salzburg “zu schön” für die Fanhall. Die Fußball-Fans bevorzugten die Public Viewing Zonen in der Altstadt.

Rund 1.000 Feldbetten, Duschen und Toiletten, in Sichtweite zum EM-Stadion und zur City, bot das FANCAMP Salzburg vom 7. – 19. Juni 2008 in den Hallen des Messezentrums Salzburg an. Schlafsäcke oder Decken waren selbst mitzubringen. Grund für die -ex post betrachtet - zu große Dimensionierung waren or allem die Berichte von der Fußball WM 2006 in Deutschland, die scheinbar doch etwas euphemistisch waren. 

Die Fancamp-Eigentümer Anwalt Robert Pirker (65 %), der Gastronomiebetrieb Ampere aus Kaprun und Investmentmanager Heinz Kluppenegger waren mit der Fancamp-Pleite aber in “prominenter” Gesellschaft: Auch Österreichs größtes Fancamp, das Fancamp Wien, dämpfte mit einstelliger Gesamtauslasung und Überschuldung.

Künftigen Fancamp-Unternehmern sei geraten, sich nicht auf beschönigte Berichte und die allgemeine Euphorie vor Fußball-Welt- und Europameisterschaften zu verlassen und auf Kooperationen mit der betreffenden Gemeinde bzw. des betreffenden Vermieters zu setzen. Sonst sind böse Überraschungen vorprogrammiert.

Ich persönlich war im Fancamp Salzburg. Für das Halbfinale haben wir dann doch lieber ein feines 3 Sterne Hotel in Wien genommen

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